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Nach eingehender Beratung entschloß sich die Philosophisch-Politische Akademie zu einer Gesamtausgabe der philosophischen Arbeiten Leonard Nelsons. In den Jahren 1970 bis 1976 erschienen die neun Bände "Gesammelte Schriften" von Leonard Nelson im Felix Meiner Verlag (s. Nelson). Heinz-Joachim Heydorn (s. Heydorn (Hrsg.) 1992) und Grete Henry-Hermann (s. H.-Hermann 1975) veröffentlichten Studienausgaben mit Schriften Leonard Nelsons. Julius Kraft gründete 1957 die deutsch-englische Zeitschrift RATIO und redigierte sie bis zu seinem Tode im Jahre 1960. 1962 bis 1980 war Stephan Körner (Bristol) deren Herausgeber, danach Martin Hollis (Norwich). Die Philosophisch-Politische Akademie förderte die deutsche Ausgabe, die von 1957 bis 1970 im Verlag "Öffentliches Leben", danach im Felix Meiner Verlag erschien. Die englische Ausgabe erschien 1957 im Verlag Blackwell, Oxford. Um die Beschäftigung und Auseinandersetzung mit Ideen und Wirken Leonard Nelsons, seiner philosophischen Vorläufer und seiner Weggenossen auf dem Gebiet der Philosophie, der Pädagogik und der Politik anzuregen, schrieb die Philosophisch-Politische Akademie mehrere Wettbewerbe aus, die an Universitäten der Bundesrepublik und des Auslands bekannt gemacht wurden. Die Ergebnisse waren für die Veranstalter nicht immer befriedigend. Veröffentlicht wurden die mit Preisen ausgezeichneten Arbeiten zum Thema "Beiträge zur Friedensforschung im Werk Leonard Nelsons" (Beiheft zu RATIO, 1974), verfaßt von Peter Eichhorn (München), Francis Gérard (Paris), Joseph G. Starke (Canberra) und Charles Boasson (Jerusalem). Anläßlich des 85. Geburtstages von Gustav Heckmann widmeten ihm Freunde und Schüler das Buch "Vernunft, Ethik, Politik" (s. Horster/Krohn 1983). Grete Henry-Hermann, die sich bis zu ihrem Tode in einem fortgesetzten inneren Dialog mit ihrem Lehrer Leonard Nelson bemüht hatte, den Wahrheitskern seiner Philosophie von irreführenden Absolutheitsansprüchen zu befreien und sinngemäß geltend zu machen, starb 1984. Ihre Beiträge wurden 1985 von Gustav Heckmann und Susanne Miller in einem Band zusammengestellt (s. H.-Hermann 1985). Um wissenschaftlichen Nachwuchs zu fördern, vergibt die Philosophisch-Politische Akademie von Zeit zu Zeit Stipendien an Studierende, Graduierte und Lehrende, die sich in ihrer Arbeit mit Themen beschäftigen, die dem Zweck der Akademie entsprechen. Gelegentlich gewährt sie auch einen Zuschuß für Übersetzungen von Schriften Leonard Nelsons. |
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